Anne C. Voorhoeve: Wir 7 vom Reuterkiez

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Pia und Jonas wohnen mit ihren Eltern in Berlin-Neukölln und finden es dort großartig. Im selben Haus wohnen auch ihre besten Freunde – beide Mitglieder einer türkischen Großfamilie. Jeder kennt jeden in ihrem Kiez und alle verstehen sich. Es könnte nicht besser laufen, bis Pia und Jonas Eltern sich trennen wollen! Aus ihrem geliebten Viertel ausziehen kommt für sie nicht in Frage, und so ernennen sie die Wohnung zur Kinderwohnung. Eine Woche soll ihre Mutter bei ihnen leben, danach wieder der Vater eine Woche. Weiterlesen

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Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären

solnit_rwenn_maenner_mir_die_welt_168491.jpgRebecca Solnit setzt sich in diesem Essayband mit Sexismus und Feminismus auseinander. Für die, die jetzt darüber nachdenken, diese Rezension nicht zu lesen – lest doch bitte noch einen Moment weiter, denn mindestens drei der Essays sind für JEDEN lesenswert! Weiterlesen

Petra Stuiber: Kopftuchfrauen

1046 Ich bin ein großer Fan des Sachbuchprogramms des Czernin Verlages. Ohne Zögern kaufte ich mir also Kopftuch-Frauen, als ich mitbekam, dass es dieses Buch gibt. Ich interessiere mich für Feminismus, ich interessiere mich für viele aktuelle politische und gesellschaftliche Themen. So ging dann natürlich auch die Kopftuch-Debatte nicht an mir vorbei, allerdings fiel es mir immer sehr schwer Stellung zu diesem Thema zu beziehen. Keine meiner Freundinnen trägt ein Kopftuch oder hat meines Wissens mal darüber nachgedacht, eins zu tragen. Und auch sonst hatte ich nie bewusst Kontakt mit einer kopftuchtragenden Frau. Eigentlich ziemlich traurig. Aber nach der Lektüre dieses Buches habe ich zumindest schonmal eine Meinung zum Kopftuch!

Eingeteilt ist das Buch in zwei Bereiche. Der erste Teil ist eine kurze europäische Kulturgeschichte des Kopftuchs bis in die Gegenwart. Die Autorin Petra Stuiber klärt über Gründe des Tragens, historische Herkunft und vieles weitere auf. Einen großen Teil widmet sie der Kopftuchdebatte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sie grob nachskizziert, ihre wichtigsten Akteure nennt und deren Aussagen zusammenfasst.

 Der zweite Teil enthält auf Interviews basierende Portraits kopftuchtragender Österreicherinnen. Jede dieser Frauen trägt ihr Kopftuch aus einem anderen Grund. Sie sprechen darüber, wieso sie ein Kopftuch tragen, was sie von Kopftuchverboten halten, ob ihre Töchter Kopftuch tragen und wie sie dazu stehen, und vor allem auch, welche Erfahrungen sie in der Öffentlichkeit gemacht haben. Aber natürlich reden sie noch über vieles, vieles mehr!

Für mich hat dieses Buch sehr viel verändert. Ich konnte mir durch diese vielen verschiedenen Stimmen eine eigene Meinung zum Thema Kopftuch bilden, nehme kopftuchtragende Frauen aber auch im Alltag anders wahr. Insofern kann ich dieses Buch jedem sehr ans Herz legen, egal welchen Geschlechts und ob mit oder ohne Kopftuch.

  Weitere Infos.

Tony Parsons: Wer furcht sät

978-3-404-17442-3-parsons-wer-furcht-saet-org Detective Max Wolfe ist zurück! Alleinerziehender Vater mit Tochter und Hund, Polizist aus Leidenschaft – ein herzensguter und fantastisch aussehender Mann. Doch es kommt schließlich nicht nur auf den Protagonisten an, sondern auch auf die Story des Buches!

Videos von Hinrichtungen krimineller Menschen landen im Internet. Die Reaktionen der Öffentlichkeit sind gespalten. Haben es diese Verbrecher nicht verdient zu sterben? Handelt es sich bei den Henkern nicht um Helden? Oder handelt es sich schlicht um Mord?

Erzählt wird das Buch aus zwei verschiedenen Sichtweisen. Zum einen ist dies die der Polizei, also vor allem aus der Sicht von Max Woolfe, zum anderen aber erlebt man die Handlung in einigen Szenen auch aus Sicht der Opfer. Ein geschickter Schachzug, denn so empfindet man automatisch Mitleid und gerät so in diesen oben angesprochenen Gewissenskonflikt.

Dieser dritte Band ist insgesamt sehr düster und unheimlich. Dies liegt vor allem an den Schauplätzen der Morde. Auch für Spannung ist gesorgt, denn sehr lange haben weder DC Wolfe noch der Leser eine heiße Spur.

Leider konnte mich Tony Parsons dieses Mal nicht so sehr überzeugen wie in  Teil 1 und 2. Auch wenn es sich technisch um einen guten Krimi handelt, blieb er mir zu unpersönlich.

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Mara Andeck: Lilo auf Löwenstein. Ab ins Schloss

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Lilo heißt eigentlich Lisa Lorenz. Ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder Ben von der viel zu kleinen Wohnung in ein richtiges Schloss ziehen! Kann sie hier endlich ein richtiges Abenteuer erleben?

Eigentlich weiß man aber schon von Beginn an, dass es so sein wird, denn Lilo hat dieses Buch selbst geschrieben, um ihr Abenteuer festzuhalten, wie man gleich zu Anfang erfährt. Und auch zwischendrin folgen immer mal wieder Einschübe, um etwas beim Erzählen der Geschichte vergessenes dazu zu fügen. Das können Gedanken sein, aber auch Listen oder Illustrationen. Diese finden sich dann in grüner Textfarbe.

Doch trotzdem bleibt die Geschichte sehr spannend. Zunächst hat Lilo nämlich Probleme Fuß zu fassen. Sie hat Anlaufschwierigkeiten mit den anderen Kindern und ist sehr unsicher.

Die große Besonderheit an diesem Buch ist, dass es sehr viel um Gefühle geht. Lilo hat sich sogenannte Feelies ausgedacht: Kurze Audioaufnahmen auf ihrem Handy, auf dem sie festhält, wie sie sich in bestimmten Momenten fühlt, beispielsweise wenn sie auf einen Baum geklettert ist, den Wind in ihren Haaren spürt, das Blätterrauschen hört,…

Das Abenteuer, dass Lilo schließlich erleben wird, hat etwas mit einem Tier zu tun, dem sie helfen wird. Somit sind viele Facetten enthalten: Die Abenteuerlust Lilos, Unsicherheiten, vor allem in Bezug auf das Kennenlernen neuer Leute, Tiere und dem Helfen von Schwächeren. Ein schönes Buch!

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