Dominic Smith: Das letzte Bild der Sara de Vos

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Das Bild Am Saum eines Waldes von 1636 ist das einzig erhaltene Bild der niederländischen Malerin Sara de Vos. Seit Generationen ist es in Besitz der Familie de Groot. 1957 bemerkt Marty de Groot nach einer Party in seinem Loft in New York, dass man das Bild gestohlen und gegen eine Fälschung getauscht hat.

Ein von ihm beauftragter Privatdetektiv findet heraus, dass die junge Kunststudentin Ellie Shipley etwas mit der Fälschung zu tun. De Groot lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein…

Parallel dazu verläuft ein Handlungsstrang in der Gegenwart. Ellie Shipley organisert eine Ausstellung über niederländische Malerinnen und erhält die Zusage einer Leihgabe des Werkes Am Saum eines Waldes – allerdings von zwei verschiedenen Besitzern des Bildes.

Und ein weiterer Handlungsstrang existiert, der aus der Sicht Sara de Vos‘ erzählt wird.

Diese drei verschiedenen Zeitebenen verwirren nicht, sondern sorgen dafür, dass das Buch dreifach spannend wird! Ich könnte nicht sagen, welche Ebene, Zeit oder Person mir am besten gefallen hat, da Dominic Smith alle ausgewogen hält. Grandios schafft er es auch, jedem Charakter seine eigene Sprache zu verleihen. Und auch die Charaktere an sich sind perfekt ausgearbeitet. Ungeachtet von Sympathien und Antipathien könnte ich mir vorstellen, einen Folgeroman zu jeder einzelnen vorkommenden Person zu lesen.

Außerdem besitzt der Autor auch noch ein unglaubliches Einfühlungsvermögen! Bis ich gegen Mitte des Buches zufällig erfuhr, dass es sich bei Dominic Smith (ich hatte hiner dem C irgendwie immer noch ein e gesehen) um einen Mann handelt, und nicht wie von mir angenommen um eine Frau! Er allerdings schreibt so enorm gut aus weiblicher Perspektive, auch über Liebe und Verlust, dass ich nichts bemerkte.

Und weiter nimmt mein Lob kein Ende. Für dieses Buch wird Smith einige Zeit recherchiert haben, kommen schließlich verschiedene Zeiten und Orte vor: Die Niederlande im 17. Jahrhundert, New York in den 50ern und Australien heute; inklusive Recherchen zu Kunst, Fälschungen, Malerinnen, dem Kunstbetrieb heute etc.pp.

Man merkt: Ich bin sehr begeistert! Ein tolles Buch. Wenn auch nicht ansatzweise so anspruchsvoll wie ich erwartet habe, so habe ich doch gebannt jede einzelne Seite verschlungen.

 Weitere Infos und Leseprobe.

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