Attila Hildmann: Vegan for Fit Gipfelstürmer

vegan-for-fit_2_cover_v2Ich ernähre mich schon mein Leben lang vegetarisch, und aufgrund einer Laktoseintoleranz teilweise auch vegan. Doch mit Attila Hildmann konnte ich nie etwas anfangen, vertrat er mir einfach zu sehr die mir nicht nachvollziehbare Lifestyle-Haltung Vegan. Nun kam allerdings sein neues Buch im Dezember raus, was mich neugierig machte. Der Untertitel lautet Die 7-Tage-Detox-Diät, passt für mich aber überhaupt nicht.

Die meisten Menschen verbinden mit Detox Hungerkur, eklige Drinks und Flüssignahrung. Hier aber handelt es sich um Clean Eating (Verzicht auf sämtliche Lebensmittel, die industriell verarbeitet wurden) mit einem großen Anteil an Superfoods (gerade sehr gehypte Lebensmittel, denen besonders viele positive Eigenschaften zugesprochen werden, zum Beispiel Chia, Avocado und viele Beeren).

Aus dieser Motivation habe ich dann sieben Tage lang ausschließlich Rezepte aus diesem Buch zubereitet. Mein Ziel war aber nicht abzunehmen, sondern mich gesund zu ernähren. Normalerweise soll man mithilfe eines Mengenrechners den eigenen Tagesbedarf errechnen, und so dann seine optimale Portionsgröße berechnen. Ich entschied mich stattdessen dafür, die Rezepte wie angegeben zuzubereiten, und dann zu essen bis ich satt bin.

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Pfannenbrot aus Haferflocken mit Banane und Beeren

Die ersten zwei Tage nahm ich es dann mit dem Entgiften auch nicht so genau und trank zum Beispiel auch mal ein Glas Kola, doch das änderte sich, als ich merkte, was diese Detox-Kur mit mir machte. Mein Körper reagierte nämlich ziemlich heftig, als ich komplett auf unerlaubte Lebensmittel verzichtete. Ich hatte Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Hautunreinheiten und geschwollene Augenringe – alles typische Symptome des Körpers, wenn er Giftstoffe ausscheidet. Glücklicherweise ging es mir nur einen Tag so furchtbar – die Tage darauf ging es mir hervorragend! Ich hatte unglaublich viel Energie und sehr gute Laune. Mein Hautbild hat sich verbessert und kleine Fettpölsterchen an den Hüften sind verschwunden.

 

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Die Pfannenbrote sind nicht nur süß zum Frühstück ein Genuss, sondern tagsüber herzhaft mit Erdnussmus, Tomaten und Basilikum

Toll ist, dass es zu dem Buch eine geschlossene Gruppe bei Facebook gibt, in der man sich mit anderen austauschen und Rat einholen kann. Für diejenigen, die mit diesem Buch abnehmen wollen, und für die diese Ernährung eine größere Umstellung bedeutet, ist der Austausch sicherlich eine Motivation, am Ball zu bleiben.

Das Buch enthält Rezepte für sieben Tage, allerdings immer in mehreren Variationen, sodass man mehr als sieben Frühstücksrezepte und mehr als vierzehn Kochrezepte erhält, sodass für jeden etwas dabei ist. Mir hat auch jedes der von mir ausgewählten sehr gefallen – so einige wurden in mein Standardrepertoir aufgenommen!

 

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Blumenkohl-Teryaki

Leider sind die Rezepte alles andere als günstig in der Erstanschaffung. Mit dem brandneuen Buch und einer Einkaufsliste für alle haltbaren Lebensmittel einer Woche ging ich los und kam mit 50€ weniger zurück. Man benötigt Zutaten wie Mandelmus und Erdnussmus, Matcha, getrocknete Gojibeeren, allerlei Nüsse, Hirseflocken, Kokos- und Walnussöl und vieles, vieles mehr. Von all diesen Zutaten, die Ottonormalverbraucher eher nicht alle zu Hause hat, ist bislang noch nichts aufgebraucht; die Kosten pro Gerichten halten sich letztlich also in Grenzen – und gerade die frischen Lebensmittel lassen sich auf dem Wochenmarkt sehr günstig einkaufen.

Für die Fotos im Buch wurde unheimlich viel getrickst – kaum etwas sah bei mir annähernd so aus wie im Buch. Einige Gerichte müssen auch vom Rezept abweichen, denn in beschriebener Konzentration ist vieles nicht so leuchtend bunt und knallig.

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Bestes Beispiel für den Unterschied zwischen dem Foto im Buch und dem eigenen Essen! Im Buch sah dieses Frühstück enorm appetitlich aus!

Am Ende findet sich noch ein Sportteil mit diversen Übungen, die ich mir allerdings gar nicht wirklich angesehen habe, da ich mit meiner täglichen Dosis Bewegung sehr zufrieden bin.

Mir hat diese Woche sehr viel Spaß gemacht und ich konnte meine Kochleidenschaft neu beleben. Außerdem habe ich tolle neue Zutaten und Rezepte kennengelernt (Matcha!) und auch die Wirkung auf meinen Körper war super. Nachmachen wärmstens empfohlen!

45 Weitere Infos und Leseprobe.

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