Nele Neuhaus: Im Wald

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In einem ausgebrannten Wohnwagen wird eine Leiche entdeckt, was die Ermittler vom K11 auf den Plan ruft. Eventuell scheint der Mann bei lebendigem Leib eingeschlossen und verbrannt worden sein. Als seine Identität geklärt ist, erreicht die Ermittler die Nachricht, dass auch die Mutter des Toten soeben verstorben ist. Handelt es sich dabei auch um Mord? Pia Sander und Oliver von Bodenstein stoßen auf Spuren, die auf eine Verbindung zu Bodensteins Vergangenheit hinweisen.

Wie bei Nele Neuhaus mittlerweile üblich, sterben im Laufe der Handlung noch einige Menschen mehr, es werden einige Schüsse abgegeben und Verletzungen gibt auch einige. Damit liegt sie für mich zwischen den beiden Extremen, die es bei deutschen Krimis meist gibt (entweder enorm spektakuläre und blutige Fälle oder aber sehr bodenständige Kriminalfälle, wie man sie vermutlich öfter in Deutschland und im Tatort vorfindet). Action und Spannung sind also durchaus vorhanden, doch vollkommen unrealistisch ist der vorliegende Fall auch nicht.

Toll wird wieder einmal das Leben im ländlichen Taunus samt Bewohner dargestellt! Vermutlich etwas überspitzt, doch so stelle ich mir als Großstädterin alteingesessene Dörfler vor! Nele Neuhaus hat tolle Charaktere ausgearbeitet, die interessant und glaubwürdig sind. Allerdings sind es am Ende schon jede Menge auftretende Personen, sodass das Personenlexikon zu Beginn überaus hilfreich sein kann, zumal enorm viele Personen miteinander verwandt sind und/ oder den gleichen Nachnamen haben! Gut gefiel mir aber auch, dass es um diverse Generationen ging. Eine große Rolle spielen einige Jugendliche, dazu noch einige sehr alte Menschen, der größte Personenkreis ist in den Fünfzigern und somit in Bodensteins Alter.

Bei den ersten Bänden dieser Reihe konnte man noch bei jedem beliebigen Fall starten. Hier allerdings empfehle ich, doch lieber mit einem anderen Band einzusteigen, wenn man die Reihe noch nicht kennt. Die Morde geschehen nämlich in Oliver von Bodensteins Heimatort, sodass er beinahe alle Bewohner, und somit auch Opfer und Verdächtige, schon sein Leben lang kennt. Nachdem im Band zuvor eher Pias Privatleben eine Rolle spielte, steht hier Bodenstein im Fokus, zum Beispiel seine Rolle als beinahe allein erziehender Vater oder seine Beziehungen zu seiner aktuellen und zu seiner Ex-Freundin.

Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven; ein Kapitel entspricht einem Tag. Dadurch sind die Kapitel leider sehr lang und es fiel mir unheimlich schwer, mal eine passende Stelle zu finden, das Buch mal aus der Hand zu legen, zum Beispiel um doch noch ein paar Stunden Schlaf zu finden oder endlich mal etwas zu Essen. Liegt aber eventuell mit daran, dass dieser Krimi einfach wieder einmal so unglaublich spannend und einfach richtig, richtig gut ist! Perfekt, um so richtig in einem Buch zu versinken!

55 Weitere Infos und Leseprobe.

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