Heather Petty: My Dear Sherlock – Wie alles begann (Lock & Mori #1)

wp-1475526607094.jpegDie wichtigsten Dinge vorweg (ist bei heutigen Sherlock Holmes Büchern, Serien und Filmen ja sehr wichtig!): Wir befinden uns in London in der Gegenwart, Sherlock Holmes ist Teenager (etwa 16 schätze ich) und er lernt an seiner Schule die weibliche Moriarty kennen.

Sherlock Holmes nimmt aber lediglich die zweite Hauptrolle ein. Moriarty steht im Vordergrund. Sie ist ein überaus intelligentes Mädchen mit einer enormen Auffassungsgabe und einem eidetischem Gedächtnis. Ihre Familienverhältnisse sind überaus schwierig: Ihre Mutter starb vor kurzem, ihr Vater verlor daraufhin jegliche Kontrolle in seinem Leben, wurde Alkoholiker und schlägt seine Kinder regelmäßig in seinen Wut- und Traueranfällen. So bleibt es an Moriarty, sich um ihre jüngeren Brüder zu kümmern und die Spuren des Missbrauchs zu verstecken, damit die Geschwister nicht auseinandergerissen und in Heime verfrachtet werden.

Am Schauplatz eines Mordes lernt sie eines Tages Sherlock Holmes kennen. Er ist ein sonderbarer Junge, der aufgrund seiner Fähigkeiten und seiner Intelligenz sein eigenes Forschungslabor in der Schule hat. Sherlock will in diesem Mordfall ermitteln und fragt Moriarty, ob sie nicht mitmachen will, um zu sehen, wie viel besser sie als die Polizei sind. Doch was als Spiel beginnt wird immer gefährlicher und dunkle Geheimnisse lüften sich…

Ich stehe ja auf einige Sherlock-Geschichten, aber auch nicht auf alle. My Dear Sherlock würde ich als „Elementary als Teenieromanze“ bezeichnen. Elementary ist meine favorisierte Sherlock-Serie, Teenieromanzen sind eigentlich nicht meins, doch hier hat man zum Glück keine klassischen, verliebten Protagonisten, sondern zwei sonderbare Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen, was die den Anteil an romantischen Situationen glücklicherweise recht klein hält. Insgesamt sind es etwa 15% Liebesgeschichte, 35% Sherlock und 50% Thriller! Alles natürlich im Jugendbuchformat!

Ein großer Fehler vor und beim Lesen wäre meines Erachtens, sich zu sehr auf einen bekannten Sherlock Holmes zu konzentrieren und zu erwarten, dass einem ein Roman über diesen geboten wird. Der Sherlock Holmes in diesem Jugendkrimi ist eine Mischung aus vielen oder sogar allen Buch- und Fernseh-Sherlocks. Letztlich ist Sherlock aber eben auch nicht Hauptfigur. Es geht um Moriarty – sie ist die Heldin! Und ich finde sie absolut großartig! Sie macht eine tolle Protagonistin: Stark, manchmal auch unsicher, intelligent und kämpferisch. Im englischen Original ist sie übrigens auch im Titel, der Lock & Mori lautet, nach den Spitznamen, bei denen sich beide nennen.

Wer gerne Jugendbücher liest und ein Faible für Sherlock Holmes hat, dem sei dieses Buch von mir ans Herz gelegt. Vor allem ab der Hälfte wird es richtig spannend!

55Weitere Infos und Leseprobe.

Angelegt ist die Reihe als Trilogie, Band zwei nennt sich My Dear Sherlock – Nichts ist, wie es scheint

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