Iain Levison: Gedankenjäger

Levison.inddJared Snow ist ein ganz normaler, guter Polizist, bis er eines Tages eine Veränderung an sich wahrnimmt. Es beginnt damit, dass seine Empathie steigt und zu fühlen scheint, was Menschen um ihn herum fühlen. Diese Fähigkeit verstärkt sich so weit, dass er wenige Tage später plötzlich die Gedanken aller anderen Menschen hören kann. Er beschließt, diese Gabe zu nutzen, ein besserer Polizist zu sein.

Zugleich in einem Gefängnis: Terry Dyer arbeitet für eine geheime Regierungsabteilung und bittet den Gefangenen Denny Brooks Hilfe, der dort auf die Ausführung seiner Todesstrafe wartet. Er ist ein Gedankenleser und kann der amerikanischen Regierung wertvolle Dienste leisten.

Von Iain Levison habe ich vorher noch nie gehört, doch mir gefiel die Beschreibung des Buches sehr. Mit dem Lesen musste ich allerdings anfangs noch etwas warten, denn leider stank mein Exemplar ganz fürchterlich, nachdem ich es aus der Folie auspackte. Woran es lag, ob Papier, Kleber oder Tinte, weiß ich leider nicht. Nach ein paar Tagen an der frischen Luft war es dann aber soweit, dass ich es in die Hand nehmen und auch im Haus lesen konnte.

Alle drei Hauptcharaktere sind spannend zu beobachten, da bei ihnen die Grenzen zwischen Gut und Böse so wunderbar schwer zu ziehen sind. Immer wieder verschieben sich diese Grenzen, und jeder hat in seinen Absichten und Taten gutes und schlechtes.

Zugleich ist dieses Buch unglaublich rasant und schnell! Mir fällt eine Genreeinordnung auch unheimlich schwer. Es ist ein Roman mit vielen Krimi- und Thrillerelementen, ohne sich genauer einordnen zu lassen. Selbst etwas wie Gangsterroman würde es nicht hunderprozentig treffen. Und schlussendlich bleibt natürlich auch das Gedankenlesen als phantastisches Element.

Wie schon angedeutet, geht es aber auch gar nicht so sehr um das Gedankenlesen und die Nutzung, sondern vor allem um diese sonderbaren drei Menschen, und ihre Moral und ihr Handeln, und um dessen Einordnung in Kategorien wie Gut und Böse. Fokussiert man beim Lesen auf diesen Aspekt, so macht dieser Roman sehr viel Spaß. Mit einer Einstellung wie „Wieso können die denn Gedankenlesen?!“ macht das Lesen sicher weniger Spaß. Also mehr Psychologie statt Fälle lösen.

Ich hatte sehr viel Spaß mit meinem ersten – und garantiert nicht letztem – Buch von Iain Levison!

55 Weitere Infos und Leseprobe.

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