Bill Bryson: It’s teatime, my dear! Wieder reif für die Insel

Its teatime my dear von Bill BrysonDem amerikanischen Journalisten Bill Bryson gelang 1995 mit seinem britischen Reisebericht Reif für die Insel der internationale Durchbruch. Seitdem folgten diverse Sachbücher (u.A. über Shakespeare und amerikanische Geschichte). Er lebt mit seiner Frau in England.

Erneut hat Bill Bryson seine Wahlheimat England bereist und darüber geschrieben. Er suchte sich als Route die längste gerade Strecke der Insel aus, die zwischen dem Nordwesten und dem Südosten verläuft. Er schreibt über die Landschaft, Kulturelles, historisches und über die Menschen.

Im Gegensatz zu Bill Bryson bin ich kein Fan von Kleinstädten und Wanderungen oder Spaziergängen. Doch er schafft es, die Natur, die Landschaften und die Städte so schön zu beschreiben, das ich genau die gleichen Routen entlang marschieren möchte – am liebsten sofort! Es herrscht auch ein sehr ausgewogenes Verhältnis an Natur, Stadt und Kultur, sodass auch für den, den Bill Bryson vielleicht nicht von allem überzeugen kann, etwas dabei ist.

Ich habe während dem Lesen viel gelacht! Häufig gingen die Scherze auf Kosten andere, aber insgesamt sind sie doch eher harmlos. Bryson macht sich zum Beispiel über die Aussprache einiger Menschen und Stadtnamen lustig; manchmal beschreibt er aber auch Situationen mit Menschen, die er traf, und die über die er sich amüsierte (oder auch aufregte, was bei ihm oft nah einander liegt).

Vor allem aber lernt man unglaublich viel! Bryson lässt das Wissen von gefühlt hundert Bibliotheken mit einfließen, aber immer ohne belehrend zu sein! Es sind vor allem Anekdoten, wie die, wie der Mount Everest zu seinem Namen kam, oder welch interessante Lebensgeschichte irgendein Mann im 19. Jahrhundert hatte (die dann aber wirklich total interessant ist!). Ich habe mich so oft beim Lesen gefragt, woher dieser Mann all sein Wissen hat. Es liest sich, als verbringt er mehrere Wochen im Jahr ohne Unterbrechung in Bibliotheken und liest, liest und liest.

Was mich als einziges gestört hat, sind Brysons häufige Klagen über seine Alterserscheinungen und Wehwehchen. Darüber muss ich nun wirklich nichts hören!

Ansonsten aber ein großartiges Buch, bei dessen Lektüre man sofort England erkunden möchte, egal ob man das Land schon kennt oder nicht!

 

55

 

5/5 Sternen. Weitere Infos und Leseprobe.

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