David Levithan: Letztendlich sind wir dem Universum egal

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David Levithan ist Verleger und Autor von Jugendbüchern. Er schrieb unter anderem schon gemeinsam mit John Green. Für Letztendlich sind wir dem Universum egal erhielt er 2015 den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Das Leben von A unterscheidet sich von dem aller anderen, die erkennt. Seit er denken kann, wacht er jeden Morgen in einem anderen Körper und einem anderen Leben auf. Er kann zwar auch die Erinnerungen der Person abrufen, in der er sich befindet, doch er ist mittlerweile auch ein Profi darin geworden, Situationen extrem schnell einzuschätzen.

Dieses Leben ist alles was er kennt, und so ist er nicht unglücklich damit, bis er im Körper von Rhiannons Freund ist, und sich in sie verliebt. Während er normalerweise versucht, im Leben der Anderen nichts zu verändern, und sich zu verhalten, wie diese sich verhalten würden, tut er nun alles, um in Rhiannons Nähe zu sein. Doch eine Beziehung zwischen beiden scheint unmöglich; und obwohl sie mit A schon Zeit zu zweit verbracht hat, weiß sie doch eigentlich gar nicht von seiner Existenz.

Wenn ihr euch meine gelesenen Bücher so anseht, so dürftet ihr kaum einen Liebesroman entdecken. Letztendlich sind wir dem Universum egal ist so zur Hälfte ein Liebesroman -und der erste, der mir seit Ewigkeiten gefallen hat! Es findet sich kein Kitsch, keine ausführlichen Knutsch- oder Sexszenen, kein Geschmachte. Perfekt für mich.

Zur anderen Hälfte geht es um As absonderliches Leben und daraus resultieren Themen wie Selbstfindung und der Frage, inwieweit wir ein Produkt unserer Erziehung sind, inwieweit unserer Gene. Aber natürlich besteht die Spannung auch immer darin, ob man erfahren wird, wieso A so ist, wie er ist und wer seine Eltern sind; aber vor allem auch, ob es noch weitere gibt wie ihn.

Sehr spannend sind die Familien, in denen A für je einen Tag lebt. Es gibt Familien, die ihre Kinder jeden Tag zur Schule fahren und schimpfen, wenn sie ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht haben. Und es gibt Familien, die einfach nicht da sind, die sich nicht sorgen und sich nicht kümmern. A wacht nicht nur in Körpern von gesunden Jugendlichen auf, sondern auch in Körpern von Jugendlichen mit Alkohol- und Drogenproblemen. David Levithan thematisiert das auch direkt in As Gedanken. A weiß genau, wie viel Glück die haben, die eine umsorgende Familie haben.

Letztendlich sind wir dem Universum egal ist sehr berührend und regt zum Nachdenken an. Für Teenager sehr empfehlenswert!

45

4/5 Sternen. Weitere Infos und Leseprobe.

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2 Gedanken zu “David Levithan: Letztendlich sind wir dem Universum egal

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