Marie Malcovati: Nach allem, was ich beinahe für dich getan hätte

Layout 1 Marie Malcovati studierte Drehbuch und Filmwissenschaft und arbeitet unter anderem als Übersetzerin. Dies ist ihr Debütroman.

Polizist Marotti hat den Auftrag, auf den Überwachungsmonitoren nach verdächtigen Personen im Bahnhof Ausschau zu halten.

Er beobachtet einen jungen Mann und eine junge Frau auf einer Bank, die sich gerade begegnen. Beiden scheint es wie ihm zu gehen: Im Leben stehen geblieben, unzufrieden, depressiv.

Normalerweise funktionierte die Übertragung in Farbe, aber ausgerechnet heute gab es einen technischen Defekt. Marotti störte es nicht, er fühlte sich schwarz-weiß.

Erzählt wird aus allen drei Perspektiven über die Gegenwart und was dazu führte, das sie heute an diesem Bahnhof sind und sich fühlen, wie sie fühlen. Simon und Lucy haben keine Ahnung, das Marotti existiert, während er sich fühlt, als hätte er die Fäden in der Hand und die beiden zum Zentrum seines Universums werden.

Was mich so besonders umhaute, sind Malcovatis Erzählstil und Sprache. Das obige Zitat haut einen total um, oder? Mich allerdings erst im Nachhinein, denn das ganze Buch besteht aus so unglaublichen Sätzen, sodass man gerne mal den einen Satz zugunsten des Gesamtwerks überliest.

Ich war letztlich so geflasht von diesem Buch, dass ich meine Begeisterung unbedingt teilen musste. Dies geschah dann zufällig in der S-Bahn; und wie das bei mir oft so ist, wenn ich wirklich sehr begeistert bin, wurde ich etwas lauter. Aber dafür bin ich mir ganz sicher, das nach meiner leidenschaftlichen Buchanpreisung dort mindestens ein Fahrgast im Anschluss dieses Buch gekauft hat!

 

55 5/5 Sternen. Weitere Infos und Leseprobe.

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