Friedrich Ani: Der namenlose Tag

imageJakob Franck ist Polizist im Ruhestand, allein stehend und kinderlos. Unerwartet erhält er die Bitte, sich einen alten Fall noch einmal anzusehen. Vor zwanzig Jahren erhängte sich die siebzehnjährige Esther. Ein Jahr später erhängte sich auch seine Frau – wohl aus Kummer über den Verlust. Doch der Vater vermutet, dass seine Tochter nicht aus freien Stücken starb.

Der Schreibstil unterscheidet sich sehr von anderen Krimis. Die Sprache ist sehr nüchtern, was mich anfangs etwas irritierte, denn das Buch ist (hauptsächlich) aus Sicht Francks geschrieben, man erfährt also auch seine Gefühle und Gedanken – nur eben in sehr emotionsloser, klarer Sprache.

Jakob Franck war mir von Anfang an sympathisch. Er ist geschieden, kinderlos und lebt alleine. Wir lernen aber seine Exfrau kennen, zu der er ein sehr gutes Verhältnis hat. Ansonsten hat er anscheinend nicht viele Freunde und Hobbys, was aber irgendwie zu seiner Art passt – und dazu, dass er ein Polizist im Ruhestand ist, der immer nur für seine Arbeit gelebt hat.

Action findet man in diesem Krimi nicht, spannend ist er aber trotzdem sehr, auch wenn er sich eher wie ein Roman liest. In dem Punkt erinnert er mich etwas an Michael Bussi’s Mädchen mit den blauen Augen.

Der Fall ist interessant, auch weil er so lange zurück liegt und viele Erinnerungen nicht mehr präsent sind. Die Zeugenaussagen widersprechen sind auch. Dadurch wirkt der Fall sehr real.

Es sind wohl mehrere Bände mit Ermittler Jakob Franck geplant.

Mal ein etwas anderer Krimi, literarischer, der mir sehr gefiel.

image 4/5 Sternen. Weitere Infos und Leseprobe.

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