Hilary T. Smith: Hellwach

Hellwach Bekannt wurde Hilary T. Smith im Netz durch anonyme Posts, in denen sie Einblicke in die Buch- und Medienbranche gab, in der sie als Praktikantin beschäftigt war.

Kiri ist siebzehn und über die Sommerferien allein zu Haus. Ihre Pläne beinhalten vor allem mit ihrem besten Freund Lukas zusammen kommen und fleißig Klavier zu üben, um für einen Wettbewerb am Ende der Ferien gut vorbereitet zu sein. Doch dann kommt alles anders, als sie einen sonderbaren Anruf von einem Mann erhält, der ihr erzählt, er habe noch persönliche Dinge von ihrer vor fünf Jahre verstorbenen Schwester…

Ich will hier auf keinen Fall zu viel verraten, aber das Buch geht auf jeden Fall in eine andere Richtung, als Cover und Klappentext vermuten lassen. Kiri verändert sich während dieser Sommerferien stark. Sie beschäftigt sich intensiv mit dem Leben und Tod ihrer Schwester und lernt dabei einen jungen Mann kennen, auf den sie immer wieder trifft, der aber selbst einiges mit sich rumschleppt, nämlich eine paranoide Persönlichkeitsstörung, die sich durch Verfolgungswahn äußert.

Doch vor allem schläft sie im Laufe des Buches immer weniger, was bei ihr vermutlich eine manische Phase auslöst: Sie ist meist viel zu aufgedreht und sprudelt über vor fantastischen Ideen, die sich für alle anderen ziemlich verrückt anhören.

Ich wusste vorher, dass das Buch in diese Richtung geht, und war deshalb erstaunt, dass es damit erst etwa nach der Hälfte des Buches los ging, bzw. extremer sogar erst sehr viel später. Deshalb erschien mir vor allem der Anfang der kindlich – auch vom Schreibstil. Spätestens ab der Mitte hatte es mich dann aber gepackt und es mussten sogar einige Zitate notiert werden.

„Schließlich öffne ich die Faust und lasse meine vielen Sorgen einfach los, und sie steigen auf wie Heliumballons, höher und höher, bis sie nur noch winzige Punkte am großen, blauen Himmel sind.“

Wer einen simplen gute Laune/ Liebesroman erwartet, in dem alles super läuft, trifft mit Hellwach die falsche Wahl. Wer sich aber auch vor komplizierten Themen nicht scheut, und vielleicht auch noch die Liebe zur Musik mitbringt, die einen großen Teil des Plots einnimmt, kann sicherlich Gefallen an dem Buch finden.

45 4/5 Sternen. Weitere Infos und Leseprobe.

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