Mary Higgins Clark: In der Stunde deines Todes

in der stunde deines todes Mary Higgins Clark soll um 1928 geboren sein und ist mittlerweile Verfasserin von beinahe 50 Büchern. Sie gilt als „Queen of Suspense“ und ihre Thriller landen immer weit oben auf den internationalen Bestsellerlisten. In der Stunde deines Todes war ihr erstes Buch, das ich las.

Vor zwanzig Jahren feierten vier Collegeabsolventinnen ihren Abschluss mit ihren Familien. Nach der Feier wurde die Mutter einer der Mädchen im Schlaf erstickt. Der Täter wurde nie identifiziert; Hauptverdächtige waren die vier Mädchen, die alle ein Motiv gehabt hätten. Zwanzig Jahre später dreht eine Fernsehproduzentin eine Reality-Sendung über den damaligen Mordfall. Mit dabei sind auch die vier mittlerweile erwachsenen Frauen, sowie der Ehemann. Während Erstere versuchen, ihre Geheimnisse für sich zu behalten, möchte der Witwer endlich herausfinden, was damals geschehen ist.

Die Fernsehproduzentin, Laurie, verlor vor wenigen Jahren ihren Ehemann, der vor den Augen des gemeinsamen Sohnes Timmy auf einem Spielplatz erschossen wurde. Damals drohte der Täter, dass er im Anschluss Laurie und danach auch Timmy töten werde. Seitdem lebt Laurie in ständiger Angst um ihren Sohn, dessen Leben wirklich in Gefahr zu schweben scheint, denn auch er Mörder ihres Mannes hat sich unters Set gemischt und verfolgt die Dreharbeiten.

Eine überaus spannende Geschichte. Ich bin generell ein Fan von sogenannten Cold Cases, und bei diesem hier wusste ich bis zur Auflösung nicht, wer nun der Täter war! Allerdings kam die Auflösung ganz plötzlich – und dann war es das auch schon. Der Spannungsbogen stieg vorher nicht an. Ich bemerkte auch erst nach zwei, drei Seiten, dass der Fall ja nun geklärt war und der Täter identifiziert war. Mary Higgins Clark schreibt zwar kontinuierlich spannend, aber das beinhaltet eben keine Szenen, die besonders hervorstechen.

Was mich sehr gestört hat, waren die unglaublich vielen verschiedenen Erzählperspektiven. Das Buch besteht aus 97 Kapiteln und keine zwei Kapitel hintereinander werden aus Sicht der selben Person geschildert. Insgesamt gibt es, wenn ich niemanden vergessen habe, elf verschiedene Ich-Erzähler. Elf! Anfangs kam ich noch sehr mit den Namen durcheinander, doch glücklicherweise unterschieden sich die Charaktere alle so sehr voneinander, dass ich sie dann doch ganz gut auseinander halten konnte. Letztendlich war ich etwas enttäuscht vom Buch. Die Geschichte ist wirklich gut, die Charaktere sind toll ausgearbeitet und Mary Higgins Clark hat einen tollen Schreibstil. Mir hätte es aber wohl sehr viel besser mit einem allwissenden oder maximal zwei Erzählern gefallen.

35 3/5 Sternen. Weitere Infos und Leseprobe.

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